6. Juni 2018

Nachricht

Jugendwerkstätten-FLASHMOB

Am 6. Juni 2018 um 13:30 Uhr am KRÖPCKE

Flashmob für sozial benachteiligte Jugendliche! Kein Geld mehr für soziale Jugendarbeit? Keine Perspektive für Jugendwerkstätten? Förderperiode des Europäischen Sozialfonds endet.

Seit Jahrzehnten sind Jugendwerkstätten ein elementarer Bestandteil der sozialen Jugendarbeit – nicht nur in Hannover. Zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene, die sich nach der Schule in einer Orientierungsphase befinden und sich im Bewerbungsdschungel allein nicht zurecht finden, können durch den Besuch der Jugendwerkstatt in ihren Berufswünschen und ihren weiteren Zielen bestärkt werden. Jugendwerkstätten sind ein wichtiger Bestandteil der Bildungslandschaft. Ermöglicht wird die Arbeit der Sozialpädagogen und Werkstattanleiter zum großen Teil durch Gelder aus dem Europäischen Sozialfond (ESF). Die Förderperiode endet jedoch am 31.12.2020 – die weitere Finanzierung der Arbeit ist nicht geklärt.

Bundesweiter Aktionstag der Produktionsschulen: Am bundesweiten Aktionstag der Produktionsschulen (06.06.2018), der unter dem Motto „jeder verdient eine dritte Chance“ (www.meine-dritte-Chance.de) stattfindet, treffen sich alle Jugendlichen aus den Jugendwerkstätten der Stadt und der Region Hannover um 13:30 Uhr zu einem Flashmob am Kröpcke. Mit dieser Aktion weisen sie auf die Unsicherheit, ob und wie es 2021 für die Jugendwerkstätten weitergehen kann, hin.

  • WAS:  Ein Flashmob!
  • WOFÜR:  Für den Fortbestand der Jugendwerkstätten ab 2021!
  • WER:  Alle Jugendlichen aus den Jugendwerkstätten der Stadt und Region Hannover
  • WANN:  Am Mittwoch, den 6. Juni 2018 um 13:30 Uhr
  • WO:  Am Kröpcke 

Zielsetzungen der Jugendwerkstatt: Jugendwerkstätten stellen – wie auch Produktionsschulen – ein niederschwelliges Angebot für junge Menschen und junge Geflüchtete im Vorfeld von Berufswahl, Qualifizierung und Ausbildung dar. Sie sind bis zu 27 Jahre alt und stehen aufgrund ihrer persönlichen Situation (bspw. div. private Probleme, Schuldenproblematik, Fluchthintergrund, fehlende Orientierung im Ausbildungs- und Beschäftigungssystem, fehlende Motivation zur Aufnahme einer Ausbildung, …) vor vielen Baustellen. Manche fallen schon seit Jahren durch das Bildungssystem und haben keinen Schulabschluss. Oftmals kann ein erheblicher Teil von ihnen noch nicht direkt in Ausbildung integriert oder im Rahmen einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme qualifiziert werden. Zunächst steht die Klärung und Bewältigung der persönlichen Herausforderungen im Vordergrund. Im Rahmen der Jugendwerkstatt werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine Ausbildung oder für eine berufliche Qualifizierung motiviert und schrittweise an den Ausbildungsmarkt herangeführt. Dies geschieht in erster Linie durch praktische Arbeit in einem lebensnahen Umfeld sowie durch sozialpädagogische Unterstützung. Der Besuch der Jugendwerkstatt ist für viele mindestens die dritte Chance – und für manche sogar die letzte.

Anlässlich des bundesweiten Aktionstages der Produktionsschulen werden die Jugendwerkstätten der Stadt und Region Hannover am Mittwoch den 06.06.2018 um 13:30 h einen Flashmob durchführen um auf die dann neu veröffentlichte Internetseite www.jugendwerkstaetten-was-sonst.de und auf die Notwendigkeit des Fortbestandes der Jugendwerkstätten öffentlichkeitswirksam aufmerksam zu machen.

Jugendwerkstätten sind ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Bildungssystems. Sie erfahren auf der Seite www.jugendwerkstaetten-was-sonst.de, wie die Jugendwerkstätten heute und  in Zukunft mit ihrer Arbeit dazu beitragen, dass Jugendliche einen Platz in unserer Gesellschaft finden.