Garbsen, Hannover, Seelze, 25. Februar 2017

Nachricht

Der erste Gottesdienst in der neuen Willehadi-Kirche

Dreieinhalb Jahre nach dem Brand kehrt die Gemeinde in ihr Gotteshaus zurück

Willehadi_Altarraum
Auf einer Mauer aus Steinen aus der alten Kirche hat die aus der Ruine gerettete Christusskulptur des Bildhauers Hubertus v. Pilgrim in der neuen Willehadi-Kirche ihren Platz gefunden. 

Erleichterung Auf der Horst in Garbsen: Dreieinhalb Jahre nach dem verheerenden Brand, bei dem die Willehadi-Kirche bis auf die Grundmauern zerstört wurde, kehrt die Gemeinde in ihr Gotteshaus zurück. Am Sonnabend, 25. Februar, wird die neue Willehadi-Kirche mit einem festlichen Gottesdienst eingeweiht. Dazu wird Pastorin Renate Muckelberg neben vielen anderen Gästen auch Landesbischof Ralf Meister und Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann begrüßen können. Der erste Gottesdienst in der von Licht und hellen Farben geprägten neuen Willehadi-Kirche beginnt um 10 Uhr.

Mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung aller Beteiligten ist es gelungen, Auf der Horst schnell wieder eine Kirche zu bauen. Bereits am Morgen nach dem spektakulären Großbrand hatte es die Zusage des Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverbandes gegeben, dort einen kirchlichen Standort erhalten zu wollen. Nach einem Jahr - „unser Trauerjahr“ (Renate Muckelberg) - wurden die Planungen konkret, die mit Hilfe des Architekten Diplom-Ingenieur Gerd Lauterbach schnell Gestalt annahmen. Mit Professor Dr. Günter Seeber, dem Vorsitzenden des Bauausschusses des Willehadi-Kirchenvorstands, hatte er einen ebenso engagierten wie kompetenten Partner, so dass schon im Juni 2015 der erste Spatenstich den Beginn der Bauarbeiten markierte, die mit der Grundsteinlegung am 24. September 2015 sowie dem Richtfest am 8. April 2016 weitere wichtige Stationen erreichten.

Jetzt kann und soll die neue Willehadi-Kirche ihrer Bestimmung übergeben werden, bevor sie mit dem Einbau der farbigen Fenster (vermutlich Ende 2017) sowie der Orgel (geplant ist bis Ende 2018) vollendet wird. Für diese beiden Projekte stehen noch Wettbewerbe aus, um den Bewerbern die Möglichkeit zu geben, den Kirchenraum in seiner tatsächlichen Wirkung für ihre Entwürfe zu berücksichtigen.

Kurz vor dem Gottesdienst blickt Renate Muckelberg auf die Zeit seit dem Brand zurück und hebt dabei ausdrücklich die enorme Solidarität hervor, mit der die Menschen weit über Garbsen hinaus auf das Feuer und die Zerstörung der Kirche reagiert haben. So musste die Willehadi-Gemeinde nicht einen einzigen Gottesdienst ausfallen lassen, sondern fand für die zahlreichen Facetten ihres regen Gemeindelebens immer wieder eine Bleibe. Die Seelsorgerin bringt es in einem Satz auf den Punkt: „Feuer zerstört nicht nur, sondern schweißt auch zusammen." (js)

Mehr über die neue Willehadi-Kirche